Warum du die Sofortmeldepflicht ernst nehmen solltest

Immer wieder ist in den Nachrichten von Razzien und Kontrollen von Betrieben bestimmter Branchen durch den Zoll zu lesen. Die Strafen bei illegaler Beschäftigung können Tausende von Euros betragen. In unserem Blog erklären wir Euch die wichtigsten Grundlagen zur Sofortmeldepflicht und geben euch Tipps & Tricks, um Geldstrafen ganz einfach zu vermeiden.
Rechtssicher
Die Missachtung kann teuer werden.

Worum geht es bei der Sofortmeldung genau?

Der Gesetzgeber hat die Meldepflicht in Deutschland wie folgt geregelt:

Ein Arbeitgeber aus den unten genannten Branchen hat spätestens bei der Arbeitsaufnahme eines neuen Mitarbeiters eine Sofortmeldung an die Rentenversicherung abzugeben.
Die Meldepflicht gilt für folgende Branchen:

Baugewerbe,
Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Gebäudereinigungsgewerbe
Personenbeförderungsgewerbe, Speditions-, Transport- und damit
  verbundenem Logistikgewerbe
Messebau und Schaustellergewerbe
Forstwirtschaft und Fleischwirtschaft
Wach-und Sicherheitsgewerbe sowie Prostitutionsgewerbe
 
Was heisst das nun genau für Dich als Arbeitgeber?
 
Wenn dein Betrieb in einem der oben genannten Branchen tätig ist, musst Du jeden neuen Mitarbeiter, egal ob nur als Aushilfe für ein Event, nur zur Probe oder auch nur als Ersatz für einen ausgefallenen Mitarbeiter vor Arbeitsantritt sofortmelden. Auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. 
(Welcher Branche du angehörst, erfährst du in deinen Anmeldeunterlagen oder kannst dies auch beim Gewerbeamt erfragen.)
 
Dabei müssen folgende Informationen an die Rentenversicherung gesendet werden:

Meldegrund 20, was der Sofortmeldung bei Aufnahme einer  
  Besch
äftigung entspricht
  Wichtig: Die Sofortmeldung ersetzt nicht die normale Anmeldung mit  
  Abgabegrund „10
. Diese Meldung muss der Arbeitgeber spätestens sechs    
  Wochen nach Beginn der Besch
äftigung absetzen.
Familien- und Vornamen des Beschäftigten
Versicherungsnummer des Beschäftigten
   (ist die Versicherungsnummer noch nicht bekannt, sind zusätzlich Tag,      
   Ort der Geburt, Anschrift
und gegebenenfalls die Europäische  
   Versicherungsnummer mit der Sofortmeldung zu
übermitteln)
Betriebsnummer des Arbeitgebers
Tag der Beschäftigungsaufnahme

Nach der erfolgreichen Sofortmeldung bist du sicher und dein Mitarbeiter kann sofort loslegen. Jetzt hast Du weitere 6 Wochen Zeit den Mitarbeiter wegen Beginn einer Beschäftigung bei deinem Steuerberater anzumelden.

Was passiert, wenn dein Mitarbeiter ohne Sofortmeldung zu arbeiten beginnt?

Wenn der Zoll dein Unternehmen unangemeldet prüft, bist Du verpflichtet, alle Unterlagen zu deinen Mitarbeitern vorzulegen. Falls Du einen nicht angemeldeten Mitarbeiter beschäftigst, kann ein Bußgeld bis zu 25.000 Euro verhängt werden. 

Was sind die typischen Schwierigkeiten bei der Sofortmeldung?

Sofortmeldungen sind zeitaufwendig und umständlich, da neue Mitarbeiter Formulare ausfüllen müssen und nicht selten ihre Sozialversicherungsnummer oder sonstige Daten nicht parat haben. Formulare müssen anschließend an den Steuerberater gesendet werden, damit dieser die Sofortmeldung durchführt. Und das geht oft nur unter der Woche zu normalen Arbeitszeiten, nicht nachts und nicht am Wochenende.

Weitere Wege wie elektronische Ausfüllhilfen im Internet, bspw. die von sv.net sind ebenfalls mit Aufwand verbunden, da alle Daten aus dem Formular auch hier manuell eingegeben werden müssen. Ähnlich sieht es mit Hotlines aus dem Internet aus. Ein Zeit- und Aufwandsvorteil ist hier nicht zu erkennen.

Was tun?

Auch wenn Sofortmeldungen zeitraubend und aufwendig sind, solltest Du diese nicht auf die leichte Schulter nehmen, da die Missachtung existenzgefährdend sein kann. Der Gesetzgeber hat dieses Instrument eingeführt, um die Schwarzarbeit besser überwachen zu können. Deshalb solltest Du immer darauf achten, neue Mitarbeiter vor Arbeitsantritt sofortzumelden, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. 

Fragen zum Thema Sofortmeldungen kannst Du im Kommentarbereich weiter unten stellen oder per Mail an info@sofortmelder.de. Wir helfen Dir gerne.

2 Antworten auf „Warum du die Sofortmeldepflicht ernst nehmen solltest“

  1. Hallo Sofortmelder,

    ihr habt die wichtigsten Infos zur Sofortmeldung gut und verständlich zusammengefasst.
    Das ist echt hilfreich. Aber eine Frage habe ich noch dazu. Gibt es denn keinen einfacheren Weg, die Daten des Mitarbeiters nicht immer wieder neu eingeben zu müssen?
    Auf eurer Website werbt ihr damit, daß das mit 3 Klicks funktionieren würde. Wie funktioniert das genau?
    Danke im voraus.
    Florian

    1. Hallo Florian,

      Es freut uns sehr, daß Dir unser Blog gefallen hat.

      In der Tat ermöglicht Dir sofortmelder.de, neue Mitarbeiter mit wenigen Klicks anzumelden.

      Da sich Mitarbeiter auf unserer Website einmalig ein Profil erstellen, in dem alle notwendigen Informationen zur Sofortmeldung hinterlegt werden, ist eine erneute Eingabe dieser Informationen für zukünftige Meldungen nicht mehr notwendig. Jeder Arbeitgeber, der unsere Website nutzt, kann die Sofortmeldung für diesen Mitarbeiter mit nur wenigen Klicks senden, sobald er dessen E-Mailadresse hat.

      Mehr Informationen dazu findest Du auf unseren Seiten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

      Ich hoffe, daß Dir diese Informationen weitergeholfen haben.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Dein Sofortmelder Team

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